Die Tutorinnen am TGGaA
Die Institution der Tutorinnen gibt es an unserer Schule seit 1992.
Es sind Schülerinnen aus den 9. und 10. Klassen, die sich hier für die Mädchen der 5. Klassen verantwortlich fühlen und ihnen den Einstieg im Gymnasium erleichtern. Für beide Gruppen ist das Zusammensein eine Bereicherung und eine ganz wichtige Erfahrung in ihrer Schullaufbahn. Die Tätigkeit als Tutorin wird auch im Zeugnis vermerkt, damit bei Vorstellungsgesprächen oder Bewerbungen für einen Auslandsaufenthalt gleich darauf verwiesen wird. Genau diese Tätigkeiten werden bei Bewerbungen als sehr wichtig und ausschlaggebend angesehen.
Für dieses Schuljahr planen wir auch eine Urkunde, die den Schülerinnen am Ende des Jahres überreicht wird.
Das Schuljahr mit den Tutorinnen  
Am Beginn des Schuljahres bekommen die Schülerinnen einen Brief von mir mit der Bitte, sich als Tutorinnen am Schulleben zu beteiligen. Es melden sich im Schnitt 40 – 50 Schülerinnen.
Bei der Gruppeneinteilung hat es sich als positiv erwiesen, Schülerinnen der 10. Klassen, die schon Erfahrung haben, mit Schülerinnen der 9. Klasse zu mischen. Dies förderte die Teambildung, da man sich mehr absprechen muss und die jüngeren Mädchen profitieren von der Erfahrung der älteren.
Seit 4 Jahren stehen mir 2 Koordinatorinnen aus der Q11 bzw. der Q12 zur Seite, die gerne als Tutorinnen gewirkt haben, aber aufgrund der Arbeitsbelastung dies nicht mehr schaffen. Diese beiden helfen bei der Organisation und Gruppeneinteilung, beraten die Tutorinnen und springen ein, wenn es notwendig ist.
Anfang Oktober stellen sich dann die Mädchen in ihren 5. Klassen vor und planen ihre Unternehmungen. Die Treffen finden einmal im Monat (meist am Freitagnachmittag) statt. Die Planungen richten sich oft nach den Wünschen der 5. Klassen oder orientieren sich an Festen im Jahreslauf oder den Jahreszeiten.
Hier eine kleine Auswahl des letzten Jahres: Schulhaus-Ralley, Kennenlern-Nachmittag, Filmnachmittag, Schlittschuhlaufen, Ausflüge in Museen, an die Isar oder den Englischen Garten.
Es wird weihnachtlicher Schmuck gebastelt, es werden Faschingsmasken hergestellt, Ostereier bemalt oder Kürbisse geschnitzt.
Die Planung dieser Nachmittage liegt ganz bei den Schülerinnen. Ich bekomme dann den Brief an die Eltern, kann daraus ersehen, was geplant ist und eventuelle Einwände oder Probleme ansprechen.
Die Tutorinnen sind aber auch Ansprechpartnerinnen während des gesamten Schuljahres und für die 5. Klassen immer erreichbar (vor allem als Gesprächspartnerinnen).
Sie übernehmen auch weitere Aufgaben im Schulalltag: so helfen sie den Lehrern bei der Adventsbesinnung für die 5. und 6. Klassen, bieten hier eigene Workshops an, helfen bei der Vorbereitung und den Aufräumarbeiten. Am Info-Abend für die neuen 5. Klassen sind sie ebenso mit einem eigenen Stand vertreten wie am Tag der offenen Tür.
Die Tutorinnen investieren viel Zeit in die Betreuung ihrer Schützlinge, sind dabei sehr selbstständig und umsichtig. Als Begründung für ihr Engagement geben sie an, dass sie selbst oft an ihre 5. Klasse und die Hilfe durch die Tutorinnen zurück denken, dass sie sich als Gesprächsalternative zu Lehrern und Eltern sehen, sie die Schulgemeinschaft und das Selbstbewusstsein stärken wollen und vor allem, dass es ihnen Spaß macht.
Und das zeigt sich auch in der Mund-zu-Mund-Propaganda. Die 8. Klassen kommen oft schon im Mai und melden sich für das nächste Jahr als Tutorinnen an.