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MRZ
2015

Rumford – Rezepte für ein besseres Bayern

Eine Ausstellung im Stadtmuseum München, die jeder Münchner sehen sollte. Die Klasse 8d besuchte sie im Rahmen des Physik-Unterrichts. Was aber hat Benjamin Thompson, der später Graf Rumford mit Physik zu tun.

„I know everything“ war der Leitspruch des Autodidakten. Stets neugierig beobachtend und mit wissenschaftlichen Kollegen diskutierend, war er ein Begründer der Wärmelehre. Bis heute wird die Rumford-Medaille  von der britischen Royal Society  an in Europa arbeitende Wissenschaftler für eine hervorragende Entdeckung zu den thermischen und optischen Eigenschaften der Materie vergeben.

Nicht nur die Physik hat ihm einiges zu verdanken – er steht für die Reform des bayerisches Heeres,  die Entstehung des englischen Gartens, die Einführung der Akazie in die bayerische Botanik, die Entdeckung des Bayerischen Hinterlandes und vor allem die Entwicklung der modernen Küche, dem ersten geschlossenen Ofen. Mit der Rumford-Suppe, die er für die Armenspeisung kreierte, machte er sich in ganz Europa einen Namen.

In München geriet er in Vergessenheit, da er beim ungeliebten Kurfürsten Karl Theodor im Dienste stand. Schade, denn er hat den Bayern viel Gutes getan. Um mit seinen Worten zu sprechen:

„Glücklich werde ich sein, wenn mich der Gedanke, zu einem guten Zweck gelebt zu haben, in meine Grube begleitet.“