24
NOV
2016

In einer Konsumgesellschaft – wie wir es sind – wird die Herkunft der meisten Produkte nicht hinterfragt. Wo „Bio“ draufsteht, ist gesundes Essen drin und Firmen, die mit Plakaten von gesunden, freundlich schauenden Babyäffchen werben, haben sowieso keine schlechten Absichten. Wer will in einer so schnelllebigen Zeit mit monatlich wechselnden Modetrends viel Geld in Kleidungstücke investieren, wo Primark und Co. doch eine so billige Alternative darstellen?

Unter der Themastellung „Hauptsache billig?“ informierte sich unser Projekt-Seminar über Missstände und Risiken verschiedener Produktionsketten. Dabei teilten wir uns in drei Gruppen auf, um so intensiv wie möglich recherchieren zu können. Die drei gewählten Aspekte, mit denen wir uns befassten, waren: Kleidung, Lebensmittel und Technologie.

Bezüglich der Kleidung wurden Produktionsfolgen für die Umwelt, Arbeitsbedingungen in Fabriken sowie Kriterien betrachtet, nach denen verschiedene Qualitäts-Zertifikate Firmen bewerten.

Negative Auswirkungen auf die Gesundheit beim Verzehr von Fertig- und Milchprodukten sowie deren Produktion gehörten zu den Spezialisierungen der Gruppe „Lebensmittel“. Die schlechten Arbeitsbedingungen in der Lebensmittelproduktion wurden am Beispiel von Bananen betrachtet.

Außerdem wurden Vor- und Nachteile von Bioprodukten abgewogen und mit Nicht-Bioprodukten verglichen.

Die Schülerinnen mit dem Thema Technologie stellten die zwei bekanntesten Handyproduzenten „Apple“ und „Samsung“ in Sachen Umweltschutz, Produktions- und Arbeitsbedingungen gegenüber. Die Recherche beinhaltete außerdem alternative Handys, deren Produktionskonzept das Hauptziel hat, den elektronischen Müll weltweit zu reduzieren.

Nach langem Sammeln von Informationen im Schuljahr 2015/2016 erstellten wir einen Vortrag, welchen wir mithilfe einer Ausstellung Anfang Oktober (2016) im Unteren Anger zwei Mal hielten. Unsere Ergebnisse stellten wir ausgewählten Klassen der Jahrgangsstufe 8 und 9 vor. Wir gestalteten auch Plakate, die zeitgleich zur Ausstellung im gesamten Schulhaus aufgehängt wurden und Aufmerksamkeit für unser Thema erregen sollten.

Ziel unseres P-Seminars war es, möglichst viele Leute zum Nachdenken und überlegterem Einkaufen anzuregen!

(Isabella Scholz, Q12)