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OKT
2017

Ungarnaustausch

Gegenbesuch der deutschen Schülerinnen in Budapest (16.09. -23.09.2017)

Am Samstag, den 16.9.2017) fuhren 12 Schülerinnen mit Frau Zimmermann nach Budapest. Nach 7 Stunden Zugfahrt kamen wir um 14:19 Uhr am Bahnhof Keleti pu in Budapest an. Dort wurden wir bereits sehnsüchtig von unseren Austauschschülerinnen und ihren Gastfamilien erwartet. Nach einer herzlichen Begrüßung fuhren wir mit ihnen zu unserem jeweiligen Zuhause und verbrachten mit ihnen das restliche Wochenende. Unsere Austauschschülerinnen unternahmen mit uns Ausflüge und gaben uns die Möglichkeit, die unbekannte Stadt zu erkunden und ungarische Spezialitäten kennenzulernen.

Am Montag besuchten wir dann unsere Partnerschule „Patrona Hungaria“. Dort nahmen wir an einer morgendlichen Versammlung teil, die immer montags stattfindet. Anschließend erzählte uns Frau Matyas, die einen Teil der ungarischen Mädchen in Deutsch unterrichtet, etwas über das ungarische Schulsystem und zeigte uns die Schule. Nach dieser interessanten Führung besuchten wir mit Frau Zimmermann die zentrale Markthalle. Danach hatten wir die Möglichkeit, in kleinen Gruppen auf eigene Faust die Stadt zu erkunden. Am Nachmittag besichtigten wir gemeinsam mit unseren Austauschpartnerinnen und unseren Lehrerinnen die Fischerbastei und die neogotische Matthiaskirche auf der Budauer Seite.

Am Dienstag statteten wir dem ungarischen Parlament einen Besuch ab. Nachdem wir dort an einer deutschen Führung teilgenommen hatten, konnten wir im Anschluss die Stephanskirche in Pest anschauen. Am Nachmittag hatten wir und unsere Austauschpartnerinnen einen interessanten Vortrag zu unserem Austauschthema „Jugendstil/Sezession“. Anschließend sahen wir uns gemeinsam das Dach und den Eingangsbereich des nahegelegenen Kunstgewerbemuseums an, welches im Jugendstil errichtet wurde. Das Museum selbst ist derzeit leider wegen Renovierung geschlossen.

Am Mittwoch bekamen wir die Möglichkeit, eine sogenannte „unsichtbare Ausstellung“ zu besichtigen. In zwei kleinen Gruppen wurden wir von zwei blinden Führerinnen durch verschiedene stockdunkle Räume geleitet. Da wir nichts sehen konnten, mussten wir uns alleine mit unserem Hörsinn und unserem Tastsinn orientieren. Anschließend konnten wir auf speziellen Schreibmaschinen die Blindenschrift ausprobieren. Da für den Nachmittag keine Besichtigungen geplant waren, nutzten viele von uns die Möglichkeit und gingen mit unseren ungarischen Freundinnen in die Stadt, um Souvenirs zu kaufen.

Ab Donnerstag begleiteten uns zusätzlich 10 Austauschschüler aus Portugal, die an einem parallel laufenden Austausch der Partnerschule teilnahmen. Gemeinsam mit ihnen und unseren Austauschpartnerinnen fuhren wir mit dem Bus nach Debrecen. Dort angekommen nahmen wir an einer Führung im reformierten Kollegium teil, bei der wir auch etwas über die Geschichte Debrecens erfuhren. Anschließend besichtigten wir die reformierte Großkirche von Debrecen und hatten von der Dachterrasse einen wundervollen Ausblick auf das Panorama Debrecens. Auch ein Blick in den Jugendstilsaal des Komitatshauses wurde uns gestattet.

Am Freitag bekamen wir am Morgen die Möglichkeit, mit einer Gruppe von ungarischen Schülerinnen, die nächstes Jahr ihren Austausch nach München antreten, ein von ihnen geplantes Programm mit verschiedenen Spielen zu machen. Danach machten wir eine Stadtrundfahrt mit einem offenen Hop on/Hop off-Bus und erfuhren dabei nochmals mehr über Budapest. Den Nachmittag verbrachten wir dann im „Aquaworld“, einem Erlebnisschwimmbad mit vielen Rutschen. Dort blieben wir bis spät abends und genossen den letzten gemeinsamen Ausflug in Budapest.

Am Samstag hieß es dann früh morgens Abschied nehmen. Es fiel uns allen sehr schwer, endlich in den Zug zu steigen und es flossen auch zahlreiche Tränen. Insgesamt hatten wir in Budapest eine erlebnisreiche Zeit mit vielen wunderbaren Momenten und tollen Erfahrungen.

Nadine Neuner (10d)