Die Ordensgemeinschaft der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau weiß sich seit ihrer Gründung 1833 durch Maria Theresia von Jesu Gerhardinger der Erziehung und Bildung junger Menschen verpflichet.
(Aus der Präambel des Leitbilds der pädagogischen Einrichtungen der Kongregation)

Hier erhalten Sie Informationen zur Kongregation auf der Internetseite der Schulschwestern.

10./11. Jahrh. Mönche aus dem Kloster Tegernsee siedeln sich am Isarufer an. Ihr Dörfchen wird “Munichen” (zu den Mönchen) genannt. Auf dem Münchner Anger, der einstigen freien Dorfwiese, befindet sich eine kleine Bildsäule des hl. Jakobus, über die später eine Feldkapelle errichtet wird.
1158 Stadtgründung durch Heinrich den Löwen
1221 Franziskanermönche kommen nach “Munichen”. Als erste Niederlassung wird ihnen die “Capelln S. Jacobi samt einem schlechten darbey stehenden Hauß eingegeben”. Daraus entwickelt sich im Laufe der Jahrhunderte das älteste Kloster der Stadt. 1257 wird neben der alten Kapelle eine neue eingeweiht. Die Franziskaner bleiben nur 60 Jahre in diesem ersten Kloster.
1284 Clarissinnen ziehen in das Kloster ein. Die zweite Stadtmauer, ab 1301 unter Kaiser Ludwig dem Bayern errichtet, schließt den Anger in die Stadt mit ein.
14. Jahrh. St. Jakob am Anger in München ist seit dem Mittelalter eine Station auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela. An diesem Knotenpunkt entsteht im 14. Jahrhundert die Jakobi-Dult, eine Mischung aus Handelsmesse und Jahrmarkt.
20.6.1797 In Stadtamhof an der Donau, vor den Toren der Reichsstadt Regensburg, wird Karolina Gerhardinger als Tochter eines Schiffsmeisters geboren.
1803 Das Angerkloster wird im Rahmen der Säkularisation aufgehoben , die Clarissinnen werden vertrieben. Das Kloster dient fortan als Armenbeschäftigungsanstalt (Wollspinnerei), als Unterkunft für 200 Pfründner, als Fronfeste (ehemaliges Brauereigebäude) und es bietet Platz für Tändlerläden.
1809 In Stadtamhof wird die Klosterschule der Chorfrauen de Notre Dame aufgelöst. Der Dompfarrer und Schulinspektor Georg Michael Wittmann bittet die Eltern Gerhardinger, die 12-jährige Karolina zur Lehrerin ausbilden zu dürfen. Von 1812-1833 unterrichtet sie Mädchen in Stadtamhof.
24.10.1833 Gründung der Kongregation der Armen Schulschwestern von unserer Lieben Frau in Neunburg vorm Wald, Genehmigung des Instituts 1834 durch König Ludwig I. von Bayern
16.11.1835 Karolina legt in Regensburg ihre Ordensgelübde ab und nimmt den Namen “Maria Theresia von Jesu” an.
16.10.1843 Einweihung des Mutterhauses in München am Anger
König Ludwig I. hatte das ehemalige Clarissinnenkloster den Schulschwestern übergeben, die die völlig verwahrlosten Gebäude renovierten.
1847 M. Theresia geht mit fünf Schwestern nach Nordamerika.
1849-1864 Neugründungen in Böhmen, Westfalen, Schlesien, Österreich, Baden, Ungarn und England
1865 Endgültige Bestätigung der Ordensregel durch Papst Pius IX.
9.5.1879 Todestag von M. Theresia von Jesu Gerhardinger
1931-1938 Neugründungen in Schweden, Brasilien und Argentinien
1933-1945 Unterdrückung des Ordens durch das NS-Regime
17.12.1944 Bomben zerstören bei einem Luftangriff das Kloster und die Jakobskirche. Die Schwestern werden notdürftig im Schulhaus an der Blumenstraße untergebracht, erst 1956/57 können sie den Neubau beziehen.
1948-1983 Weitere Gründungen in Asien, Afrika und Lateinamerika, etwa 7500 Arme Schulschwestern v.U.L.Fr. wirken in über 30 Ländern der Erde.
1957 Das Generalat wird von München nach Rom verlegt
17.11.1985 Seligsprechung von M. Theresia von Jesu Gerhardinger durch Papst Johannes Paul II. in Rom
1.8.1996 Das Gerhardinger-Gymnasium (Unterer Anger 2) und das Gymnasium am Anger (Blumenstraße 26) werden zum “Theresia-Gerhardinger-Gymnasium am Anger” zusammengelegt.
10.3.1998 Der Ministerrat der Bayerischen Staatsregierung beschließt, die Büste von M. Theresia Gerhardinger in die Walhalla bei Regensburg aufzunehmen.
(Walhalla: 1830-1842 im Auftrag König Ludwigs I. durch Leo von Klenze für bedeutende Frauen und Männer der deutschen Geschichte errichtet)

Im Schuljahr 2012/13 führte das Katholische Schulwerk in Bayern eine externe Evaluation durch.
Mehr dazu erfahren Sie in folgendem Beitrag.

Bereits im März 2007 und im Schuljahr 2009/10 hatte sich das Theresia-Gerhardinger-Gymnasium am Anger mit dem SEIS-Instrument der Bertelsmann-Stiftung einschließlich der zusätzlichen Bewertungsdimension „Katholische Schule” evaluiert.

Das Zertifikat resultiert daraus, dass wir im Anschluss an die Evaluation erfolgreich und nachhaltig Maßnahmen der Qualitätssicherung und –steigerung im Rahmen der Schulentwicklung durchführen.

Die geforderten Kriterien erfüllen wir mit folgenden Punkten:

  • Die Nachhaltigkeit des Prozesses Schulentwicklung ist gegeben in unserer Arbeit an einer Konzeption für das Theresia-Gerhardinger-Gymnasium am Anger, aufbauend auf dem Leitbild für die pädagogischen Einrichtungen der Armen Schulschwestern v. U. L. Fr.
  • Im Forum unserer Schule sind alle an der Erziehungsgemeinschaft mitwirkenden Gruppen an der Schulentwicklung beteiligt.
  • Eine Verbesserung der Unterrichtsqualität erzielen wir mit unserem internen ELMA-Konzept, das Bausteine zur Vermittlung/ zum Erwerb der Methodenkompetenz koordiniert und so aufbauendes und nachhaltiges Erlernen dieser Fertigkeiten sichert und für alle Lehrkräfte verbindlich macht.

Hierzu ein Artikel im Jahresbericht 2008:

Aus dem Jahresbericht 2008 anläßlich der Verleihung des SEIKS-Siegels

Zertifikat 2013-2017
Zertifikat 2013-2017