Ghana Startseite

 

Das Theresia-Gerhardinger-Gymnasium am Anger legt neben der Schulausbildung großen Wert auf die Erziehung zum christlichen Glauben und auf die Entwicklung sozialer Kompetenz. Das Engagement des Gymnasiums, sich für hilfsbedürftige Menschen einzusetzen, ist bemerkenswert. Zur Unterstützung der Patenschule, der Notre Dame Senior Secondary School (NDSSS) in Sunyani, finden am TGGaA verschiedene Aktionen statt.

Weihnachtsbasar

Ein Teil der Einnahmen aus dem Basar kommt der Patenschule in Ghana zu Gute.

Solidaritätslauf

Durch erlaufene Gelder werden verschiedene soziale Einrichtungen und natürlich auch die Patenschule bedacht.

Patenschaften

Schülerinnen, Eltern oder Lehrkräfte des TGGaA übernehmen jeweils die Patenschaft für ein Mädchen in Ghana.
Das Schulgeld für ein Schuljahr an der NDSSS beträgt umgerechnet 300 Euro pro Schülerin. Damit werden sämtliche Kosten für Ausbildung, Unterkunft und Verpflegung abgedeckt.
Die Schulleitung in Sunyani ermittelt Mädchen, die aufgrund ihrer familiären Situation nicht aus eigener Kraft für das Schulgeld aufkommen können und besonderes Engagement zeigen.

Der folgende Dankesbrief wurde im Januar 2007 von einem Patenkind nach Deutschland geschickt:

„Liebe Schwestern und Schülerinnen,

Ich bin Ihnen sehr dankbar für alles, was Sie für mich tun. Ich heiße Mary* und stamme aus Ghana. Ich bin 17 Jahre alt und wurde in die christliche Gemeinde hineingeboren. Meine Mutter starb, als ich neun Jahre alt war. Ich habe noch einen Bruder. Mein Vater sorgte dafür, dass mein Bruder und ich die Grundschule abschließen konnten. Wegen finanzieller Probleme in unserem Haus entschloss er sich aber das Land zu verlassen. Er wollte im Ausland genügend Geld verdienen, damit wir die höhere Schulausbildung fortsetzen können. Aber er kam nie zurück. Mein Bruder hörte auf, in die Schule zu gehen.

Als ich das erste Jahr der höheren Schule beendet hatte, fehlte das Geld, um weiter in diese Schule zu gehen. Da mein Bruder und ich füreinander sorgen mussten, verkauften wir für eine Nachbarin Obst, und sie gab uns Geld, aber es war nicht soviel, wie die Schule erwartete.

Vor vielen Jahren baute meine Großmutter mütterlicherseits ein Haus für meine Mutter und meine Tanten und sie teilten die Räume unter sich auf. Meine Tanten vermieteten ihre Zimmer, im Zimmer meiner verstorbenen Mutter wohnen mein Bruder und ich. Wenn ich nicht in der Schule bin, helfe ich einer Frau bei der Hausarbeit und sie gibt mir und meinem Bruder jeden Tag zu essen. Das Problem ist, dass ich nie genug Geld habe, um in der Schule zu bleiben. Mein Bruder ist ein „mate“ geworden, das heißt er hilft einem Busfahrer und er erhält nur soviel Geld, dass er sich davon ernähren kann.

Kürzlich meinten meine Tanten, ich solle mit der Schule aufhören und für die Frau arbeiten, der ich im Haushalt helfe. Aber ich möchte nicht mit der Schule aufhören. Ich möchte etwas tun, das in der Zukunft einen Wert hat, und das ist nicht möglich ohne Schulbildung.

Schwester Leonora sagte mir, sie würden mein Schulgeld zahlen, und das hat mich sehr glücklich gemacht. Ich bin Ihnen sehr dankbar, und ich verspreche tüchtig zu arbeiten. Gott segne jede von Ihnen und erweise Ihnen die Güte und Hilfe, die sie mir erwiesen haben.

Ihre dankbare Mary“

*Name von der Redaktion geändert