30
JAN
2018

Geschichtliche Stadtführung der Klasse 7b

Am 01.12.2017 hatte die Klasse 7b das Vergnügen, an einem historischen Stadtrundgang teilzunehmen.

Startpunkt war um 13:15 Uhr an der Schulpforte. Zunächst besuchten wir gemeinsam mit unserer Stadtführerin Frau Feige und unserem Geschichtslehrer Herrn Strampfer den Jakobsplatz und erfuhren, dass sich dort im Mittelalter das öffentliche Bad befunden hatte, denn in dieser Zeit war es Pflicht, sich jede Woche zu baden.

Als nächstes besuchten wir einen den rätselhaften Löwenturm am Rindermarkt, dessen Schild man keinen Glauben schenken sollte, denn dieser Turm war nicht wie angegeben ein Teil der alten Stadtmauer, sondern wurde zwischenzeitlich als Wohnturm benutzt. Sein ursprünglicher Zweck ist bis heute ungeklärt.

Aber wir wurden nicht nur über Bauwerke aufgeklärt, sondern auch über das mittelalterliche Leben. So erfuhren wir z.B., dass es im Mittelalter in reicheren Familien durchaus üblich war, Ammen anzustellen, um möglichst schnell wieder Nachwuchs zu bekommen.

Weiter ging es dann zur Kirche St. Peter, dessen Petrusfigur am Hochaltar in früheren Zeiten eine ganz besonders wichtige Bedeutung hatte: War der Papst gestorben, so setzte man der Petrusfigur die Tiara ab und legte sie in eine Seitenkappelle. Sobald ein neuer Papst gewählt war, setzte man ihr die Kopfbedeckung wieder auf. Auf diese Weise konnte das ganze Volk auch ohne Internet, soziale Medien oder Telefon erfahren, ob es um einen verstorbenen Papst zu trauern oder sich über einen neuen Papst zu freuen hatte.

Bei unserer nächsten Station staunten wir darüber, dass sich die Heilig-Geist-Kirche damals schon außerhalb der Stadtmauer befand und Teil des Heilig-Geist-Spitals war, das den Kranken und Hilfsbedürftigen als Schutzort diente, die innerhalb der Stadtmauern nicht gerne gesehen waren.

Anschließend besichtigten wir noch das Isartor, wo wir die großflächige Malerei bestaunten, zu der es eine lustige Geschichte gibt, und den Lueg ins Land, einen ehemaligen Wachturm. Auch einen Teil der Stadtmauer konnten wir dort ausfindig machen. Das in der Nähe gelegene Oktoberfest-Museum ist allein schon wegen seiner Himmelstreppe sehenswert.

Wussten Sie, dass es früher in München sehr viele kleine Bäche gab und dass eine der Schandstrafen vorsah, den Übeltäter in einem Netz in einen der dreckigen Bäche zu tauchen? – Wir nicht!

Als letzte Station besuchten wir den Alten Hof mit seinem berühmt berüchtigten Affenturm.

Durchgefroren, aber um einiges schlauer, trennten wir uns schließlich und fuhren nach Hause.

Von: Thekla Kreis, Amelie Feige und Aurora Morina (7B)