Wissenswertes

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Aus Lebensquellen schöpfen – Religiöses Leben am Theresia-Gerhardinger-Gymnasium am Anger

  • Grundanliegen religiöser Erziehung und Bildung
  • Schule als Lebensraum nach dem Leitbild der Pädagogischen Einrichtungen der Armen Schulschwestern
  • Ziele des Religionsunterrichtes
  • Wissenschaftliche und praktische Auseinandersetzung mit theologischen Themen in W-und P-Seminaren
  • Vielfältige Angebote der Schulpastoral: Gemeinsam Glauben erleben und feiern
  • Engagement für hilfsbedürftige und benachteiligte Menschen
  • Gemeinsam auf dem Weg – Überblick über alle Schulpastoral Angebote
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Mit diesem Brunnenbild aus dem Klostergarten der Armen  Schulschwestern in Amberg, das von dem Etzelwanger Bildhauer Peter Kuschel (1988) geschaffen wurde, lässt sich das Grundanliegen religiöser Erziehung und Bildung treffend zum Ausdruck bringen. Es zeigt die Begegnung Theresia Gerhardingers, der Gründerin der Kongregation der Armen Schulschwestern, mit einem Kind an einem Brunnen. Ihre ganze Person ist in gesammelter Aufmerksamkeit dem Kind zugewandt, während dieses selbstvergessen mit dem Wasser spielt. Das aus der Tiefe sprudelnde, lebendige Wasser, Symbol des Heiles und des Lebens in Fülle, das Gott den Menschen schenken möchte, verbindet die Lehrerin und ihre Schülerin.

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Nach dem Vorbild Theresia Gerhardingers möchte unsere Schule den ihr anvertrauten Kindern und Jugendlichen nicht nur eine qualifizierte Bildung vermitteln, sondern ihnen auch einen Lebensraum bieten, in dem sie sich wohl fühlen und menschliche Zuwendung erfahren können. Im Sinne des Leitbildes der Pädagogischen Einrichtungen der Armen Schulschwestern ist es allen Erziehungs- und Lehrpersonen aufgetragen, „junge Menschen hinzuführen zu ihrer Entfaltung als Geschöpf und Abbild Gottes und sie zu befähigen, ihre Gaben einzusetzen, um die Erde menschenwürdig zu gestalten“ (Lebensregel „Ihr seid gesandt“).

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  • Weckung von Freude am Glauben
  • Eröffnung von Orientierungs- und Sinnmöglichkeiten
  • Vermittlung von fundiertem Glaubenswissen
  • Auseinandersetzung mit eigenem Glauben sowie mit anderen Religionen und Weltanschuaungen
  • Erwerb von Kompetenzen zu sinnvoller Lebensbewältigung

 

Der Religionsunterricht, der an unserer kath. Schule einen hohen Stellenwert besitzt, soll bei den Schülerinnen Freude am Glauben wecken, ihnen Orientierungs- und Sinnmöglichkeiten eröffnen und ihnen auf der Basis eines fundierten christlichen Glaubenswissens eigene Entscheidungen sowie die Auseinandersetzung auch mit anderen Religionen und Kulturen ermöglichen.

Dabei kommt es nicht nur auf ein erlerntes Wissen an, sondern auf den Erwerb von Kompetenzen, die zu einer sinnvollen Lebensbewältigung auf der Grundlage des christlichen Glaubens beitragen sollen. Bei der Erteilung des Religionsunterrichtes orientieren wir uns an den vom Kultusministerium herausgegebenen und von der Kirche bestätigten gültigen Lehrplänen des G8 und den von dort vorgegebenen Bildungsstandards.

Durch anschauliche Unterrichtsmethoden wie Projektarbeiten, Bibliolog, Einsatz moderner Medien, Phantasiereisen, Symbolmeditationen, Rallyes u.a. möchten wir unseren Schülerinnen die verschiedenen Inhalte auf ansprechende Weise nahe bringen und durch eigenständige, praktische Anwendung der Lerninhalte die Kompetenzen unserer Schülerinnen erweitern. Dabei versuchen wir stets den Zusammenhang zwischen den besprochenen Inhalten und der Lebenswirklichkeit der Schülerinnen bewusst zu machen.

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In den W- und P- Seminaren beschäftigen sich die Schülerinnen auf hohem Niveau mit theologischen Inhalten und erstellen selbstständig eine längere wissenschaftliche Arbeit, während sie in den P- Seminaren in Begleitung einer Lehrkraft als Gruppe eigenständig ein Projekt gestalten und dieses einem bestimmten Adressatenkreis innerhalb oder außerhalb der Schule präsentieren. In jedem Schuljahr bieten Lehrkräfte der verschiedenen Fächer dazu interessante Themen an, aus denen jede Schülerin ein Praxisseminar und ein Wissenschaftliches Seminar auswählen kann. Bisher fanden an unserem Gymnasium im Fach Religion Seminare mit folgenden Themen statt:

P- Seminare:

  • Taizé- Fahrt und Gestaltung eines Taizé-Nachmittags für Schülerinnen unserer Schule (Frau Stahnke und Frau Dr.Wehner-Zott)
  • Koordinations- und Gedächtnisspiele für Demenzkranke: Organisation und Durchführung eines Spiele-Nachmittages für Senioren im Seniorenzentrum Unterföhring (Frau Maaz)
  • Fächerübergreifendes Seminar: Religion, Englisch, Geographie:Erstellung einer bilingualen Homepage zu Frausein in Afrika – mit Missio (Sr. Dr. Karolin Kuhn und Herr Fried-Thorsten Jantzen)
  • Gebetbuch – Projekt (Frau Dr. Wehner-Zott)

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W- Seminare:

  • Jüdisches Leben in Deutschland nach 1945 (Frau Bleise-Donderer)
  • In welcher Welt wollen wir leben? Globalisierung zukunftsfähig gestalten (Frau Bleise-Donderer)

„Eingeladen zum Fest des Lebens machen wir uns auf den Weg, dem Stern zu folgen, der uns führt. Eingeladen zum Fest des Lebens wird die Freude in uns weit: Großes ist für uns bereit!“

Dieser Liedtext, der öfter bei unseren schulischen Gottesdiensten gesungen wird, könnte als Motto für die vielfältigen religiösen Angebote stehen, die unsere Schülerinnen auf ihrem Weg durch das Schuljahr, aber auch ihre ganze Gymnasialzeit hindurch begleiten.

Bei jedem dieser Angebote wird etwas vom Fest des Lebens und Glaubens spürbar, zu dem wir alle eingeladen sind. Als christliche Schule verfügen wir für unsere Schulpastoral-Angebote  und auch den Religionsunterricht über besonders ansprechend ausgestattete Räumlichkeiten wie einen schönen Meditationsraum zur Besinnung und zum gemeinsamen Gestalten, eine Schulkapelle und eine eigene Schulkirche für Gottesdienste und Meditationsangebote, sodass die Schülerinnen sich in einer wohltuenden Atmosphäre auf die Suche nach den Quellen ihres Glaubens begeben und Inseln der Stille finden können.

Eine Übersicht über alle Schulpastoral-Angebote finden Sie in einer Tabelle am Ende des Berichtes der Fachschaft Religion!

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Da Glaube im Alltag konkret werden muss, bringen wir unsere Solidarität mit hilfsbedürftigen Menschen in unserem Land und weltweit regelmäßig in einer Reihe von Aktionen zum Ausdruck, deren Erlös verschiedenen Hilfsprojekten zugute kommt, z. B. beim Weihnachtsbasar oder Solidaritätslauf für unsere Partnerschule in Ghana, in Form von Patenschaften für Jugendliche aus Ghana oder verschiedenen Aktionen für Straßenkinder oder andere bedürftige Menschen. All diese Weg- Etappen fügen sich zu einem leuchtenden Hoffnungs- Mosaik zusammen, an dem zahlreiche Personen durch ihr unermüdliches Engagement, ihre Ideen und Begeisterung mitwirken, selbst ehemalige Schülerinnen, die von verschiedenen Orten und Ländern aus in ihre „alte“ Schule zurückkehren, um bei unseren Schulpastoral- Angeboten dabei zu sein und mitzugestalten. Die besonderen „Highlights“ der Schulpastoral an unserem Gymnasium, die gemeinsam von Lehrerinnen, Schülerinnen und teilweise auch Eltern liebevoll gestaltet werden, werden Ihnen in folgendem Überblick vorgestellt.

  • Große Gottesdienste – zu Schuljahresbeginn, Weihnachten, Ostern und zum Schuljahresende
  • Klassenmessen – ca. einmal pro Monat, jeweils von einer anderen Klasse gestaltet
  • Beichtgelegenheit in der Advents- und Fastenzeit
  • Morgenmeditationen in der Advents- und Fastenzeit
  • Spezielle Besinnungsangebote der Armen Schulschwestern – z.B. Pfingstwallfahrt, Kloster auf Zeit, Missionarinnen auf Zeit
  • Shalom-Club – Religiöse und soziale Aktionen, z.B. Solidaritätslauf vor Pfingsten, Ausstellungen über Kinderrechte, Menschenrechte
  • Mitwirkung unserer Schülerinnen bei weltweiten kirchlichen Veranstaltungen und religiösen Angeboten unserer Diözese – z.B. als Delegierte bei einer UNO-Versammlung, als Mitgestalter bei der „Nacht der Lichter“ von Taizé im Dom, bei Papstbesuchen, bei kath., evang. und ökumenischen Kirchentagen

  • 5./6. Klassen – Vorweihnachtlicher Besinnungsnachmittag – mit thematischer Einführung, Workshops mit adventlichen Bastelangeboten, großer Lichtfeier


  • 7./8. Klassen – „Nacht der Begegnung“ – mit Schulhaus-Ralley, thematischer Einstimmung, Workshops zum Thema, mitternächtlicher Besinnungsstunde, Übernachtung in der Turnhalle, Frühstück und Gottesdienst

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  • 9. Klassen – Besinnungstage
  • 10. Klassen – zweiwöchiges Sozialpraktikum; Mitgestaltung mehrerer Schülerinnen bei den Angeboten für Unter- und Mittelstufe; Exerzitien im Alltag (in der Fastenzeit)

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  • Qualifizierte Oberstufe Q11/Q12 – Mitgestaltung bei Angeboten für Unter- und Mittelstufe; Taizé-Fahrt im Rahmen eines P-Seminars; Exerzitien im Alltag; Segnungsgottesdienst vor dem Abitur; Abiturgottesdienst

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  • Ehemalige Schülerinnen – Angebote für einen Einsatz als „Missionarin auf Zeit“ in verschiedenen Ländern; Mitgestaltung bei der „Nacht der Begegnung“ und anderen Besinnnungsangeboten

Aktionen/Veranstaltungen

Nacht der Begegnung 2013 – Jeder kann ein Superstar sein

Am 1./2. Februar fand die diesjährige „Nacht der Begegnung“ der 7. und 8. Klassen statt: ein abwechslungsreicher, lustiger, nachdenklicher, fröhlicher und spannender Abend (und eine sehr kurze, dafür umso spaßigere Nacht) in der Schule mit einer Rekordzahl von 115 Teilnehmerinnen.

Die Mädchen begannen den Abend mit einer aufregenden Schulhausralley und der Frage: “Wer ist für dich ein Superstar?“

Anschließend konnten alle in den vielfältigen Workshops ihren sportlichen, künstlerischen und tänzerischen Talenten freien Lauf lassen. Der Höhepunkt war wie jedes Jahr die Mitternachtsandacht in der Schulkapelle und der Weg dorthin durch ein Meer aus Teelichtern – ein unvergleichliches Erlebnis, von dem sich alle Teilnehmerinnen, alle Helferinnen höherer Klassen und das Vorbereitungsteam aus Lehrkräften und ehemaligen Schülerinnen auf besondere Weise berührt und verbunden fühlen.

Nach diesen 16 intensiven Stunden und vielen einmaligen Erlebnissen verließen alle müde aber glücklich die Schule – in der Gewissheit: In jeder von uns steckt ein bisschen Superstar!

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Evangelische Religion – Das kleine Fach der großen Fragen

Raum bietet dieses „kleine Fach“ für viele Fragen. Gemeinsam entdecken wir unsere  persönlichen Fragen zum Selbstverständnis und große zum Weltverständnis. Manchmal bewegen uns Menschheitsfragen.  Wir gehen im kompetenzorientierten evangelischen Religionsunterricht auf Spurensuche in unserer christlich-jüdischen Tradition und suchen nach Antworten, die tragen.

Die sach- und situationsgerechte Aneignung von Wissen und Kenntnissen zu Bibel und Tradition geschieht mit altersgerechtem, aktuellem Material, unterschiedlichen Medien und einer Vielzahl pädagogisch-didaktischer Methoden. Die Auseinandersetzung mit Glaubens- und Lebensentwürfen von Menschen aus Kirche und Gesellschaft zu den verschiedensten Zeiten stellt das Kernstück des Unterrichts dar. Dies geschieht zur eigenen Positionierung in evangelischer Freiheit. Martin Luther, Dietrich Bonhoeffer, Martin Luther King, Dorothee Sölle sind einige der Repräsentanten der evangelischen Freiheit, deren Leben und Werk Orientierung geben.  

Ein weiteres Ziel des Unterrichts besteht darin ein Klima der Wertschätzung,  des Verständnisses und der Empathie gegenüber anderen Menschen im Klassenzimmer und fremden Menschen aus Geschichte und Gegenwart auf der ganzen, einen Welt  und ihren Einstellungen hervorzurufen. In den evangelischen Religionsgruppen, die immer aus Schülerinnen unterschiedlicher Klassen bestehen, wird aktives Zuhören und zugewandtes Sprechen eingeübt, das den anderen wahrnimmt.

An unserer Schule ist es möglich einerseits Menschen in den Religionsunterricht einzuladen, die versuchen ihr Christ-Sein zu leben und Verantwortung in Kirche und Gesellschaft zu übernehmen. Andererseits suchen wir auch außerschulische Orte auf, um engagierte Menschen in ihrem Umfeld kennen zu lernen. Dies bereichert den Schulalltag und motiviert dazu das eigene Leben bewusster zu gestalten und auch die Sinnhaftigkeit des Alltags zu erspüren.Grafik Konfessionen

Der Konfrontation mit gesellschaftlich relevanten Themen, wie Ökologie, Toleranz gegenüber Andersdenkenden und Gerechtigkeit, wird im Unterricht in allen Jahrgangsstufen ein weites Feld eingeräumt.

Es ist naheliegend, dass für die ökumenische Zusammenarbeit viele Möglichkeiten gegeben sind: gemeinsames Unterrichten, gemeinsame Projektarbeit und gemeinsame spirituelle Angebote finden jährlich mehrmals statt.

Zusammengefasst geht es im evangelischen Religionsunterricht um:

Das Ich – das ferne und das nahe Du – das Wort Gottes – und Jesus Christus,

der das Vergeben und das Versöhnen gelebt hat

und uns die Liebe Gottes zuspricht.

Aktionen/Veranstaltungen

  • Evangelische Passionsgottesdienste in St. Matthäus, evangelische Andachten in der Weihnachtszeit, Mitwirkung bei katholischen SchulgottesdienstenOLYMPUS DIGITAL CAMERA
  • Interaktive Bibelarbeiten – Bibliolog – in allen Klassenstufen und spirituelle Übungen
  • Besuche aus unserer jüdischen Nachbargemeinde, vom Sektenbeauftragten der evangelischen Kirche, einer Hospizhelferin, einer Ärztin für Palliativmedizin, …
  • Ausstellungsbesuche  über Demenzkranke, zu biblischen Bildern in der Pinakothek, zur jüdischen Mädchenschule in Wolfratshausen…
  • Besuch in einer JVA…
  • Planspiele zur globalen Gerechtigkeit….
  • Fächerübergreifende Projektarbeit…
  • W-Seminar 2009-2011: Jüdisches Leben in Deutschland  nach 1945
  • W-Seminar 2012-2014: In welcher Welt willst du leben? Globalisierung zukunftsfähig gestalten.