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DEZ
2013

Das TGGaA: “Eine ‘Leuchtturm’-Schule des katholischen Schulwesens”

Im vergangenen Schuljahr ist unsere Schule vom katholischen Schulwerk im Rahmen einer externen Evaluation genauestens untersucht worden. Eine Zusammenstellung der wichtigsten Ergebnisse kann hier nachgelesen werden.

Zertifikat 2013-2017

Das Schulgebäude

Das Theresia-Gerhardinger-Gymnasium am Anger zeichnet sich durch ein sauberes und gepflegtes Schulhaus aus, was sich auch in den Fachräumen widerspiegelt, die sich in einem sehr guten Zustand befinden. Es bietet Aufenthaltsräume und Rückzugsmöglichkeiten für Schülerinnen jeden Alters. Dazu dienen auch die schuleigenen, sich in hervorragendem Zustand befindenden Bibliotheken mit einer eigenen Bibliothekarin. Die Schülerinnen werden bei der Mittagsverpflegung und am Schulkiosk mit gutem Essen versorgt. An der Schulpforte finden Schülerinnen, aber auch Eltern und Besucher stets ein offenes Ohr.

Während sich das Schulhaus in hervorragendem Zustand befindet, kann die mediale Ausstattung weiter verbessert werden. Daher werden in den Sommerferien fünf weitere Klassenzimmer mit Deckenbeamern ausgestattet. Die Vernetzung des gesamten Schulgebäudes mit leistungsfähigem Inter- und Intranet ist in Planung.

 

Schülerinnen

Die große Mehrheit unserer Schülerinnen empfindet unsere Schule als angstfreien Ort und ist mit Schule und Klasse zufrieden.

Zertifikat 2013-2017
Zertifikat 2013-2017

Die Evaluation betont, dass an unserer Schule nur sehr wenige Schülerinnen eine Jahrgangsstufe wiederholen bzw. von unserer Schule an eine andere Schulart wechseln. Die Anzahl der 5.-Klässlerinnen, die unsere Schule erfolgreich mit dem Abitur beenden, ist im bayerischen Vergleich hoch. Schülerinnen mit Migrationshintergrund werden gut unterstützt. Dies gilt auch für Schülerinnen mit Beeinträchtigung. Hilfreich sind hierbei die Schulpsychologin sowie die Beratungslehrkraft.

Eine nachhaltige Kompetenzentwicklung wird durch ein eigens konzipiertes ELMA-Konzept (Effektives Lernen durch methodisches Arbeiten) effizient gefördert.

Den Schülerinnen werden zahlreiche Möglichkeiten geboten, sich am Schulleben aktiv zu beteiligen und Mitverantwortung für die Schulfamilie zu übernehmen. Ihre über den Schulstoff hinausgehenden Begabungen können sie durch vielfältige Angebote im musischen, sprachlichen, sportlichen und künstlerischen Bereich weiter ausbauen und einbringen.

 

 

Christliches Profil und Werteerziehung

Am Theresia-Gerhardinger-Gymnasium ist ein charakteristisch christliches Profil lebendig. Dies zeigt sich:

  • An der positiven bejahenden Grundhaltung, die den Schülerinnen vorgelebt und in gemeinsamen Festen begangen wird,
  • in einer sehr gelungenen Integration von gelebter Spiritualität in den Schulalltag,
  • in einem auf verschiedene Jahrgangsstufen abgestimmten und sehr beachtlichen schulpastoralen Programm, das von der Schulfamilie gut angenommen wird,
  • im Engagement von Schülerinnen und Lehrkräften bei der Vorbereitung und Durchführung zahlreicher religiöser Veranstaltungen,
  • in vielfältigen Wahlfächern und Projekten, die zur ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen beitragen,
  • in einem lebendigen ökumenischen Miteinander,
  • in gelebter Solidarität mit sozial Schwächeren im In- und Ausland durch vielfältige Projekte und das Sozialpraktikum in Jahrgangsstufe 10,
  • in einem lebendig gelebten Dialog der Religionen und Kulturen, z.B. durch die Schulpartnerschaft mit Ghana und die Teilnahme am europäischen Schulprojekt Comenius.

 

Die Schule fördert eine kritische Auseinandersetzung mit Werten. Durch ein umfassendes Präventionsangebot unterstützt sie die Schülerinnen bei ihrer Lebensgestaltung. Sie regt zu einer Achtung der Würde aller Lebewesen an und fördert aktiv ein gutes Miteinander von Schülerinnen unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft.

 

Lehrkräfte und Unterricht

Die LehrerInnen zeichnen sich durch ihre fachlichen und sozialen Kompetenzen aus. Bei Verständnisproblemen gehen sie auf die Schülerinnen ein. In einer offenen Kommunikation an der Schule wird die Persönlichkeit der Schülerinnen geachtet. Dies zeigt sich auch in einem sehr wertschätzenden Umgang innerhalb der Schulfamilie; die persönliche Sorge um jede einzelne Schülerin steht im Zentrum des erzieherischen Bemühens und bei sozialen und persönlichen Problemen finden Beratungen häufig auch außerhalb der Sprechzeiten statt.

 

Lehrkräfte und Schulleitung arbeiten aktiv an der Weiterentwicklung der Schul- und Unterrichtsqualität. Die Evaluation stellt heraus, dass der Unterricht genau auf die jeweiligen Lehrpläne ausgerichtet ist sowie der Lernstand der Schülerinnen genau analysiert und Arbeiten detailliert korrigiert werden. Auch die zentrale Abstimmung der Leistungsanforderungen, z.B. durch gemeinsame Schulaufgaben in verschiedenen Fächern wird positiv erwähnt. Schülerleistungen werden anerkannt und gelobt, was zu einem erkennbaren Erfolgserlebnis führt. Die Schülerinnen trauen sich Fragen zu stellen, beteiligen sich fast ausnahmslos aktiv und kooperativ am Unterricht, was eine Konzentration auf die zu vermittelnden Inhalte zulässt. Zudem verhalten sie sich auch im Schulhaus meist vorbildlich.

 

Die Evaluation fordert uns auf, durch quantitativ und qualitativ differenzierende Aufgaben und Unterrichtsformen stärker auf die individuellen Bedürfnisse der Schülerinnen einzugehen. Diese Anregung greifen wir gerne auf und erweitern unser vorhandenes Repertoire an individuellen Fördermöglichkeiten:

  • Im Schuljahr 2013/14 wird eine schulinterne Lehrerfortbildung zu diesem Thema durchgeführt.
  • Lerncoaches in den Hauptfächern stehen den Schülerinnen der Mittel- und Oberstufe zur individuellen Beratung zur Verfügung.
  • In der 8. Jahrgangsstufe findet eine zusätzliche Mathematikstunde bewusst als Differenzierungsstunde statt.
  • In der 10. Jahrgangsstufe können die Schülerinnen durch die persönliche Wahl verschiedener Module ihre Fähigkeiten im Fach Deutsch individuell ausbauen.
  • Leistungsstarke Schülerinnen werden durch das bilinguale Angebot und das Akademieprojekt über den Schulstoff hinaus gefördert.
  • Das umfassende Wahlfachangebot und die vielfältigen außerunterrichtlichen Lerngelegenheiten, z.B. Kooperation mit Siemens und Girls´ Day, tragen in bewährter Manier darüber hinaus zur individuellen Förderung der einzelnen Schülerinnen bei

Eltern

Die Zufriedenheit der Eltern ist ausgesprochen hoch. 87% würden unsere Schule weiterempfehlen. Die Eltern schätzen die kontinuierliche und wertschätzende Kommunikation zwischen Elternhaus und Schule und betonen v.a. die Offenheit, den Respekt und das Vertrauen, das ihnen entgegengebracht wird. Informelle Treffen, vielfältige Gesprächsmöglichkeiten, Informationsveranstaltungen und Beratungsangebote werden von den Eltern sehr positiv aufgenommen. Ihrerseits unterstützen die Eltern die Schule nicht nur im Elternbeirat, sondern auch durch themenbezogene Arbeitskreise. Die Eltern erleben ihre Mitgestaltungsmöglichkeiten als sehr ausgeprägt und tragen aktiv Mitverantwortung für die Schule.

 

Fazit

Insgesamt wurde unsere Schule von den Evaluatoren sehr positiv bewertet und als „Leuchtturm“-Schule des katholischen Schulwesens bezeichnet. Besonders gefreut hat uns der Vorschlag, uns an einem Schulwettbewerb wie dem Deutschen Schulpreis zu beteiligen.

[zusammengefasste Aussagen aus dem Bericht der Evaluations-Kommission]