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Unsere Schülerinnen
vom Pluskurs Amateurfunk und Elektronik haben ihre technische Kompetenz
bei der Durchführung eines einmaligen Experiments zum Anfassen
bewiesen. Die Kommunikation mit der Ballon-Kapsel ist einer
Satelliten-Funkverbindung sehr ähnlich. Die Flugbahn und Höhe
des abdriftenden Ballons wird mit Hilfe eines mitfliegenden GPS-Empfängers
(GPS=global positioning system) zu jedem Zeitpunkt genau bestimmt
und ebenso wie die meteorologischen Messdaten an die Bodenstation
übertragen. So ein Ballonstart braucht zunächst einmal
eine Menge an Technikausrüstung und Vorbereitungen. Diese wären
ohne unseren bundesweiten Förderverein für Technik und
Amateurfunk nicht möglich. Der Arbeitskreis Amateurfunk
und Telekommunikation in der Schule (AATiS e. V.) stellte uns die gesamte Ballonausrüstung
mit Messgeräten und Telemetriesender zur Verfügung, alles
ausschließlich Bastelarbeiten von Schulen. Das Experiment
ist Dank der Mithilfe von zahlreichen Funkamateuren, Sponsoren und
Vereinen ohne Kosten für unsere Schule durchgeführt worden.
Wie ist das möglich? Die Elektronikteile sind relativ
billig und die Geräte werden im Normalfall nach dem Flug geborgen
und wiederverwendet. Die Ballonfüllung mit Helium ist dagegen
nicht billig, wir waren sehr dankbar, dass wir Linde München
als Sponsor gewinnen konnten: Herr Ebner und Herr Koch nahmen selbst
an unserem Projekt teil und leisteten professionelle Hilfe beim
Befüllen des Ballons. Ein weiterer Sponsor wirkte unauffällig
im Hintergrund mit, nämlich die Deutsche Flugsicherung, die
dem Schülerexperiment eine besondere Flugerlaubnis erteilte.
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Am Samstag den 17. 4. 1999 um 10
Uhr war alles so weit: Alle Systeme der Schulstation im Computerraum
waren empfangsbereit, die einzelnen Komponenten des Ballons waren
auf dem Schulhof aufgereiht, die Heliumflaschen wurden angeschleppt
und alle Geräte am Ballon nochmals überprüft, besonders
der Sender in der Ballonkapsel. Dieser sollte die meteorologischen
Messdaten als Telemetriedaten übertragen, die dann von einem
Computerprogramm entschlüsselt und als Diagramme dargestellt
werden sollten. Die Ballonbox konnte auch einige Daten selber
verarbeiten und für zuhörende Funkamateure mit geringer
Ausrüstung als Packet-Radio-Textzeilen und sogar als Sprachansage
nach unten senden. Der gefüllte Ballon und seine Nutzlast,
bestehend aus einem Fallschirm, um die Instrumente nach dem geplanten
Platzen in 30 km Höhe sicher zu Boden zu bringen, einem Radarreflekor
für die Flugsicherung, der Instrumenten-und Senderbox und einem eigenen Experiment
der Mädchen vom Anger, einer automatischen Kamera, sollte planmäßig
um 10 Uhr abheben. |
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