1.) Warum ist das TGGaA eine Mädchenschule?

Bei uns am Anger werden seit 180 Jahren Mädchen unterrichtet, da wir die Anliegen der Mädchen in den Mittelpunkt stellen und so einen Beitrag zu einer geschlechtergerechten Erziehung leisten wollen. Unsere überdurchschnittlichen Ergebnisse sowie geringen Wiederholerquoten bestärken und genauso wie der erfreuliche Anteil an Schülerinnen, die sich nach dem Abitur mit Selbstbewusstsein in sogenannte Männerberufe wagen.

2.) Was ist eine Theaterklasse?

Eine Theaterklasse besteht ausschließlich aus Schülerinnen, die gerne Theater spielen und sich bewusst für diese Klasse entschieden haben. Die Klasse erhält im Rahmen der normalen Stundentafel (d.h. ohne verpflichtende Zusatzstunde) eine Theaterstunde pro Woche, in der an Bewegungsformen und Ausdruck, Sprache und Darstellung gearbeitet wird. Ferner werden im regulären Unterricht vermehrt darstellende Elemente eingesetzt, die eine vertiefte und ganzheitliche Auseinandersetzung mit den Inhalten möglich machen. Dabei kooperieren vor allem die Fächer Deutsch, Englisch, Musik, Kunst und Sport.

3.) Muss ich religiös sein, um das TGGaA besuchen zu können?

Wir am TGGaA sind davon überzeugt, dass unsere Schülerinnen mehr brauchen als Fakten und Wissen.
Regensburg-66 Wir wollen ihnen einen Raum bieten, in dem Sie nach dem Sinn des Lebens fragen und ihren eigenen Standpunkt finden können. Religion kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Verankert in der katholischen Tradition gehen wir offen auf andere Religionen und Kulturen zu.

So gehören unsere Schülerinnen allen christlichen Konfessionen sowie den großen Weltreligionen an. Bekenntnislose Schülerinnen heißen wir willkommen, so sie sich mit unserem Schulprofil identifizieren können. Auch wenn selbstverständlich kein Kind zu Glaube oder Religion gezwungen wird, setzen wir Respekt und Toleranz voraus, da uns z.B. das tägliche Morgengebet wichtig ist.

4.) Wie sehr lege ich mich durch die Wahl einer Ausbildungsrichtung fest?

Alle gymnasialen Ausbildungsrichtungen haben ein gemeinsames Ziel, das alle zuverlässig erreichen: das Abitur und damit eine möglichst gute und umfassende Allgemeinbildung. So wird in den Jahrgangsstufen 11 und 12 nicht mehr nach Ausbildungsrichtungen unterschieden. Alle Schülerinnen nehmen teil an der einen gemeinsamen Oberstufe mit ihren Wahlmöglichkeiten.
Dennoch wollen die verschiedenen Ausbildungsrichtungen Schülerinnen die Möglichkeit geben, nach Neigung und Eignung eigene Schwerpunkte zu setzen. Mit gleich drei Schulzweigen – einem sprachlichen, einem musischen und einem wirtschaftswissenschaftlichen Zweig – bieten wir eine reiche Auswahl. Dabei stehen wir Zweigwechseln grundsätzlich offen gegenüber, da sich Kinder mitunter überraschend entwickeln.

5.) Muss meine Tochter bereits ein Instrument spielen, um den musischen Zweig besuchen zu können?

Nein, Ihre Tochter muss noch kein Instrument beherrschen, um den musischen Zweig gut und mit
chor_orchester_009Erfolg besuchen zu können. Sie benötigt lediglich den Eignungsvermerk für ein musisches Gymnasium im Übertrittszeugnis.
Wer vor der Gymnasialzeit noch keinen Unterricht im gewählten Instrument hatte, beginnt mit der 5. Klasse (im Haus oder privat) mit den Instrumentalstunden. Uns erstaunt immer wieder, wie viel die Kinder/Jugendlichen in den acht Gymnasialjahren lernen, wenn wir sie in der 12. Klasse vorspielen hören. Schülerinnen mit Vorkenntnissen werden gemäß ihres Vermögens weiter gefördert und müssen selbstverständlich nicht wieder von vorne beginnen.

6.) Welche Angebote zur individuellen Förderung gibt es am TGGaA?

Unsere Förderangebote sind vielfältig. Wir bieten ein reiches Wahlfachprogramm in Kunst, Musik, Sport, Sprachen und Technik. Ferner begleiten wir Schülerinnen in persönlichen Herausforderungen durch Förderstunden, Lernkurse, Lerncoaches und Beratungsgespräche. Besonders begabten Schülerinnen bieten wir z.B. im Akademieprojekt und im bilingualen Sachfachunterricht zusätzliche Entwicklungschancen. Zur Entfaltung der sozialen Kompetenzen tragen die Möglichkeiten zur Schülermitverantwortung, das Tutorinnen- sowie Lerntutorinnenprojekt, die Schulsanitäter und verschiedenste Arbeitskreise bei.

7.) Warum wird am TGGaA ein so großer Wert auf Gemeinschaft gelegt?

Unsere Schülerinnen kommen als Kinder zu uns und verlassen die Schule als junge Frauen. Diese einschneidende Entwicklung gelingt leichter und besser, wenn sich die Mädchen getragen, aufgehoben und angenommen fühlen. So können sich auch soziale Kompetenzen gut entwickeln. Wir am TGGaA sind davon überzeugt, dass gut lernt, wer gerne und angstfrei zur Schule geht.

8.) Warum gibt es am TGGaA eine Pforte, die immer besetzt ist?

Wir wollen unseren Schülerinnen eine sichere und behütete Lernumgebung bieten und achten darauf, dass keine schulfremden Personen auf das Schulgelände kommen. Ehemalige berichten immer wieder, wie wichtig es ihnen war, morgens persönlich begrüßt zu werden.

9.) Welches Einzugsgebiet hat das TGGaA?

Manche Schülerinnen wohnen in der unmittelbaren Nachbarschaft der Schule, andere kommen aus verschiedenen Vierteln der Stadt München, wieder andere aus dem Umland und den umliegenden Landkreisen.