erster Dezember

 

Betrachte das Bild ein paar Minuten in Ruhe.
Mache Dir Gedanken, was dieses Bild mit Weihnachten zu tun hat.

 

Die Jünger sind auf dem Weg von Jerusalem nach Emmaus. Sie sind völlig enttäuscht: Jesus, auf den sie ihre ganze Hoffnung gesetzt hatten, wurde gekreuzigt. Alles scheint sinnlos. Ein Mann gesellt sich zu ihnen. Er erläutert ihnen, warum Jesus sterben musste. Allmählich öffnet er ihnen die Augen. Ihre Angst und Verzweiflung schwinden, es wird ihnen warm ums Herz. Die Jünger begreifen, dass der Tod Jesu unausweichlich war, denn dieser ist die Geburt des neuen Lebens.

 

Auf dem Bild sehen Sie, dass sich die bunten Farben Jesu im Herzen der Männer widerspiegeln. Genauso wie sein Tod, war auch seine Geburt ein Neuanfang. Tod und Geburt gehen Hand in Hand und bedingen sich gegenseitig, aus diesem Grund gibt es ohne Ostern kein Weihnachten!

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Das Volk, das in der Finsternis lebt, sieht ein großes Licht; hell strahlt es auf über denen, die ohne Hoffnung sind. (Jes 9,1)

Dez3_Bild1Die Hoffnung ist das Licht, das jeder Mensch in sich trägt. Manchmal ist es hell, manchmal ist es dunkel und gerade im Advent können wir dem Funken mehr Aufmerksam- keit schenken, neue Hoffnung schöpfen und das Licht an andere weitergeben.

In der Hektik des Alltags scheint der Funke zu verblassen, doch in unserem Herzen glüht er weiter, wir müssen ihn nur wahrnehmen und nähren.

 

 

Nehmt euch in dieser besonderen Zeit die Ruhe, die ihr braucht, um die Hoffnung neu zu entdecken und neue Kraft aus ihr zu gewinnen, denn wenn die Hoffnung hell ist, vertreibt sie die Finsternis der Verzweiflung.

 

 

 

 

 

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4 Kerzen:

Vier Kerzen brannten am Adventskranz. So still, dass man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen. Die erste Kerze seufzte und sagte: „Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden.” Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schließlich ganz. Die zweite Kerze flackerte und sagte: „Ich heiße Glauben. Aber ich bin überflüssig. Die Menschen wollen von Gott nichts wissen. Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne.” Ein Luftzug wehte durch den Raum, und die zweite Kerze war aus. Leise und traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort. „Ich heiße Liebe. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich an die Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sie lieb haben sollen.” Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht. Da kam ein Kind in das Zimmer. Es schaute die Kerzen an und sagte: „Aber, aber, Ihr sollt doch brennen und nicht aus sein!” Und fast fing es an zu weinen. Da meldete sich auch die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: „Hab keine Angst! Solange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden. Ich heiße Hoffnung.” Mit einem Streichholz nahm das Kind Licht von dieser Kerze und zündete die anderen Lichter wieder an.

Quelle Unbekannt

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Überlege in Stille die beiden Fragen:

Was gibt mir an diesen Tagen Hoffnung?

Wie kann ich anderen Hoffnung geben?

 

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„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Im Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. In ihm war das Leben und das Leben war das Licht des Menschen.“ (Joh 1,1-4)

  • Lies den Text mehrmals aufmerksam durch. 
  • Ersetze im Text den Begriff „Wort“ durch „Jesus Christus.“
  • Lies nun mit der Veränderung den Text noch einmal.
  • Überlege vor diesem Hintergrund, was der Text mit Weihnachten zu tun hat.

Gestaltet von Anna Schönrich und Paula Seifert, 10b

 

 

Mit „Ho, ho, ho“, Schlitten, roter Zipfelmütze und Rauschebart hat der Heilige dieses Tages nichts zu tun.

Er ist nicht der Weihnachtsmann, der aus der skandinavischen Tradition kommt und auch nicht der, aus der Coca Cola Werbung.

Der Bischof Nikolaus, dessen Gedenktag wir heute feiern, wird von allen christlichen Konfessionen verehrt und lebte und wirkte im 4. Jahrhundert in Kleinasien.

Nikolaus muss ein weites Herz gehabt haben und ein engagierter Mann gewesen sein. Von ihm wird berichtet, dass er den Armen und Bedrängten beistand, unschuldige Gefangene befreite und Schiffbrüchige rettete.

Wenn wir uns heute an den heiligen Nikolaus erinnern, so will er uns erinnern, dass wir in unserem Alltag unser Herz anderen öffnen.

Ein weites Herz können wir auf unterschiedliche Weise zeigen.

Wem möchte ich es öffnen?

 

Ambrosius von Mailand ist der Heilige des heutigen Tages.

In Bildern und Statuen wird er oft mit einem Bienenkorb dargestellt. Aber warum?

Heiliger Ambrosius

Die Legende sagt, dass ein Bienenschwarm sich über der Wiege des Kleinen niederließ ohne das Ambrosius zu stechen. Vielmehr sollen die Bienen Honig in seinen Mund geträufelt haben.

Vermutlich hängt diese Legende mit der späteren Fähigkeit Ambrosius‘ zusammen, in angenehmer Weise zu reden und in seinen Schriften eine „honigsüße Sprache“ zu verwenden.

Der heilige Ambrosius war ein engagierter Mann, der sich politisch einsetzte, Konflikten nicht aus dem Weg ging und Gewalt ablehnte.

 

 

 

Lassen wir uns heute vom heiligen Ambrosius daran erinnern, dass wir auf unsere Sprache achten, dass wir Dinge klar aussprechen ohne unser Gegenüber zu verletzen. Auch ein ehrlich gemeintes Kompliment kann ein wenig „Honig für die Seele“ ein.

 

 

 

 

 

 

 

Kristina Welsch, 10d

 

 

Mariae Empfängnis

Heute feiert die katholische Kirche ein Marienfest. 

Jeder Mensch ist in eine Geschichte mit seinen Eltern eingebunden.

Von seinen Eltern empfängt jeder ein schönes Erbe:

Viel Gutes, Begabungen und Kraft, die sein Leben bereichern und gestalten.

Eltern nehmen ihre Kinder aber auch hinein in Böses, Dunkles und Belastendes.

Der Glaube der Kirche nennt es "Erbsünde".

Die Gemeinschaft der Kirche feiert heute, dass Maria, die Mutter Jesu, das Glück hatte, von dieser Belastung durch ihre Eltern befreit zu sein.

 

Worüber kann ich mich freuen, was mir meine Eltern fürs Leben

mitgegeben haben?

Wo spüre ich ein Erbe, das mich belastet?

 

Frauentragen – Herbergssuche

Pauline Scheeser, 10b ,Maxima Bremsthaler, Anna Meyer, Fiona Knafl, 10c

In vielen Gemeinden lebt der Brauch des „Frauentragens“ wieder auf.

Darunter versteht man, dass Weitertragen einer Figur, die die heilige Maria als schwangere Frau zeigt. Vom ersten Adventssonntag bis Weihnachten an wird jeden Tag die Figur von einer Familie zu einer anderen getragen. Dort wird die Statue an einen geschmückten Platz gestellt und nach einer Hausandacht wird zusammen gegessen.

Mit diesem Brauch wird die alte Tradition der „Herbergssuche“ aufgenommen, wie sie im Lukasevangelium angedeutet ist.

Es geht um Unterwegssein und Aufnahme.

Gerade heute am „Tag der Menschenrechte“ erinnert uns dieser Brauch daran, dass viele Menschen auf der Suche nach Schutz und Unterkunft sind. Menschen, die geflüchtet sind und auf Aufnahme hoffen.

 

 

 

Dieser Brauch will nicht nur Tradition sein, er will uns auch die Augen für unsere Welt öffnen.

Lasse ich mich von der Not und Herbergssuche der anderen ansprechen?

 

 

 

Der Adventskranz

Gestaltet von Mariana Tollens und Liliana Brandt, 10d

Dem Hamburger Johann Hinrich Wichern (1808–1881), einem evangelisch-lutherischern Erzieher und Theologen, verdanken wir diesen schönen Brauch. Wichern hat sich armer, verwahrloster Kindern angenommen und zog mit ihnen in ein altes Bauernhaus - das „Rauhe Haus“ – dort betreute und versorgte sie.

Während der Adventszeit waren die Kinder ungeduldig und fragten, wann denn endlich Weihnachtsfest käme. 1839 baute deshalb aus einem alten Wagenrad einen Holzkranz mit 20 kleinen roten und vier großen weißen Kerzen. Jeden Tag in der Adventszeit wurde eine kleine Kerze angezündet, an den Adventssonntagen eine große Kerze mehr. Jetzt hatten die Kinder die verbleibende Zeit bis Weihnachten vor Augen und konnten sich über jedes neue Lichtlein freuen.

Der Adventskranz ist ein Symbol und lässt viel entdecken:

Seine Kreisform wird als Erdkreis gedeutet und die vier Kerzen als die vier Himmelsrichtungen. Das Tannengrün verweist auf die Farbe der Hoffnung und des Lebens und die rote Schleife gilt als ein Zeichen der Liebe Gottes zu den Menschen.

Aber auch andere Deutungen sind möglich.

 

Heute zünden wir am Adventskranz die zweite Kerze an.

Kennst Du Lieder, die dazu passen?

Gemeinsam um den Adventskranz sitzen mit einander reden, sich freuen über

diese Zeit mit der Familie und mit Freunden tut gut.

Wen lädst Du ein?

Ich blickte nach oben, da war alles voller heller Lichter. Sie waren hell, so hell, dass ich meine Augen wieder schließen musste. Ich bewegte mich, obwohl ich einfach nur dalag. Plötzlich spürte ich ein Ruckeln. Ich schaute mich um und sah ganz viele Lebkuchen, die alle so aussahen wie ich. Das Fließband wurde breiter und auf einmal lag neben mir ein Lebkuchenmädchen. Sie war wunderschön und ich wollte sie ansprechen, als sie sagte: „Hi, ich bin Ginger und wie heißt du?“ „Ich heiße Kingsley.“ Wir fingen an uns zu unterhalten und ich fragte sie, woher sie denn käme. „Ich komme ursprünglich aus Ägypten, meine Vorfahren lebten dort um 350 v. Chr. und gehörten dem Geschlecht der Honigbrote an. Mein Opa war Römer und hieß Panis Mellitus. Es wurde ihm dort zu heiß und deshalb wanderte er nach Nürnberg aus und landete in der größten Lebkuchenbäckerei Deutschlands. Dort lernte er meine Oma kennen und sie ...“

Wir wurden durch einen heftigen Mandelregen unterbrochen. Wir lachten laut und sie erzählte mit noch eine Geschichte, als es plötzlich dunkel um uns wurde. Es war lange dunkel, bis das Paket plötzlich geöffnet wurde und ich in lachende Gesichter blickte. Im Hintergrund sah ich einen wunderschön geschmückten Christbaum und aus dem Radio tönte leise festliche Weihnachtsmusik. Wir hatten unser Zuhause gefunden.

(Giulietta Sigl, Anna Scheeser, Leonie Jahnke, Lena Walcher, Anna Schuster)

 

Jetzt wird es schon früh dunkel und kalt ist es auch.

Wen könnte ich einladen zum gemeinsamen Plätzchenbacken?

Mit wem möchte ich gern Tee trinken und Lebkuchen essen?

Rorate

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In den frühen Morgenstunden bevor die Sonne aufgeht, wird ein Gottesdienst gefeiert. Hierbei brennen in der dunklen Kirche nur die Kerzen.

Dieser Gottesdienst hat eine lange Tradition als „Rorate Amt“.

Von einem Lied aus dem 4. Jahrhundert – mit dem Kehrvers „Rorate caeli desuper, et nubes pluant iustum“ -, hat dieser Gottesdienst seinen Namen.

Übersetzt heißt dies: „Tauet Himmel, von oben, ihr Wolken, den Gerechten.“

Dieser Satz nimmt eine Stelle aus dem Propheten Jesaia (Jes 45,8) auf, in der Gott dem Volk einen Neuanfang verspricht.

Viele von uns kennen das Lied „Tauet Himmel den Gerechten, Wolken regnet ihn herab“, welches ein typisches Adventslied ist.

„Tauet Himmel den Gerechten“ – wer sehnt sich nicht nach einer besseren Welt, ohne Kriege und Konflikte? Die Hoffnung, dass sich der Himmel öffnet, Freude, Leben und Friede spürbar werden, kennen wir alle.

Um auf ein solch großes Fest vorbereitet zu sein, muss man Vorbereitungen treffen. Hier geht es nicht um Geschenke, sondern darum, etwas für sich zu tun: In sich zu gehen. Wahrzunehmen, wo ich schwach bin, unter Druck stehe, mich verliere.

 

 

Ob wir es schaffen, frühmorgens bei einem Rorate-Amt unserer Gemeinde mitzufeiern oder still zu werden im persönlichen Gebet. Wichtig ist, sich aufzumachen, sich einen Neuanfang schenken zu lassen, damit der Himmel an Weihnachten sich für mich und meine Mitmenschen öffnen kann.

Gestaltet von Luzy M. da Silva, 10d

Um die Heilige Lucia von Syrakus ranken sich viele Legenden.

Dass sie eine engagierte und einfallsreiche Frau gewesen sein muss, will der Brauch zeigen, der vor allem in Schweden zuhause ist. Dort tragen Mädchen Kränze mit brennende Kerzen auf dem Kopf. Sie stellen damit das mutige Engagement der heiligen Lucia dar.

Christen, die sich in den Katakomben vor Verfolgung verstecken mussten, versorgte Lucia an den dunklen Zufluchtsorten. Um beide Hände frei zu haben, um Lebensmittel zu tragen, trug sie die Kerzen auf dem Kopf.

 

Die heilige Lucia kann uns ein Vorbild sein, mit Kreativität und Mut der Not zu begegnen und Licht ins Dunkel zu bringen.

Wie kann ich heute einem Menschen „Licht“ bringen?

 

 

 

Auf den zweiten Blick: Gestalten der Weihnachtsgeschichte

Gabriel: Der Engel, der Leben verheißt

Gabriel ist der dritte Engel, der in der Bibel mit Namen genannt wird. Sein Name bedeutet: Kraft Gottes oder Held Gottes. Seine Aufgabe wird im Lukasevangelium vor allem darin gesehen, die Geburt eines von Gott gesegneten Kindes anzukündigen. Und so kommt Gabriel auch nach Nazareth, zu einer jungen Frau namens Maria:

„Und der Engel sprach zu Maria:
Fürchte dich nicht, Maria. Gott ist dir freundlich und seine Liebe gehört dir. Du wirst schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen. Dem sollst du den Namen Jesus geben, das bedeutet: das Heil, die Hilfe, der Sieg. Er wird Macht haben aus Gottes Macht und man wird ihn Sohn des Höchsten nennen.“

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Auf dem Bild sieht man, wie Gabriel Maria die Botschaft der Geburt des Gotteskindes bringt. Und der Evangelist Lukas erzählt mit dieser Engels- Geschichte noch mehr. Er sagt uns, dass mit jeder Geburt die Verheißung eines Engels verbunden ist: Dass dieses Kind wertvoll ist, groß ist, Sohn und Tochter Gottes ist- und dass es eine wichtige Aufgabe in dieser Welt hat. Über der Geburt jedes Kindes steht ein Engel- so sahen es die alten Kirchenmänner und- frauen. Auch über unserer Geburt steht der Engel Gabriel, dieser Gottes- Bote. Gott hat ihn gesandt, damit unsere Eltern ein Kind bekommen, damit durch uns etwas Neues in die Welt kommt. Durch jeden und jede von uns kommt Gott zur Welt. Auf einzigartige und unverwechselbare Art und Weise. Durch jede und jeden einzelnen ist Gott lebendig in dieser Welt. Und wenn die kirchliche Tradition von Jungfrauengeburt spricht, dann schwingt dabei auch dieser Gedanke mit: Gott macht mit diesem Kind- mit jedem Kind- einen neuen Anfang. Wir sind nicht festgelegt durch unsere Geschichte. Wir können heute von neuem beginnen, die zu sein, als die uns Gott gedacht hat.

Ich will nicht zulassen,
dass mich Verpflichtungen behindern,
Gebote einengen,
Aufgaben ersticken,
Forderungen erdrücken.
Ich will mir Zeit lassen,
mir Raum gönnen

Ich will Sorge tragen zu dem, was in mir angelegt ist,
will behutsam pflegen, was in mir wächst.
Ich will bereit und stark werden für das,
was auf mich zukommt,
mich ausrichten auf das, was letztlich wichtig ist.
Ich will werden, was ich sein kann.

 

(Quelle unbekannt)

Maria: Behutsames Warten

Adventsstimmung

Markus, vier Jahre alt, steht wutentbrannt in seinem Kinderzimmer. In der Hand hält er seinen nagelneuen Adventskalender, oder besser gesagt das, was davon noch übrig ist. Alle Türchen stehen sperrangelweit offen. Kein Stückchen Schokolade ist mehr übrig. Selbst die Doppeltüren des 24. sind nicht verschont geblieben. Markus ist knallrot im Gesicht. In seinen Augen glitzern Zornestränen. „ Ich will aber, dass morgen Weihnachten ist“ brüllt er und schleudert den Adventskalender in die Ecke. Warten kann manchmal ganz schon schwer sein. Auf das Ende des Schultags, auf die Ferien, darauf, dass sich endlich was ändert, dass eine verfahrene Situation besser wird.

Quelle: Pixabay

Warten kann aber auch einen ganz anderen Klang bekommen.

Zwei Menschen erwarten ein Kind. “Ich bin eigentlich so ein ungeduldiger Mensch, sagt die Mutter. „Aber dieses Warten ist etwas Wunderschönes. In mir wächst ein winziges, zartes, neues Leben. Irgendwie fühle ich mich ganz stolz, ganz geehrt: Ich darf mitwirken, dass so ein neuer Mensch wächst. Ich darf dafür sorgen, dass dieses neue Leben sich entwickeln und wachsen kann. Ich kann dieses Kind begleiten, miterleben, wie es sich entwickelt. Ich kann mein Leben mit ihm teilen. Und auf der anderen Seite ist doch alles wieder ganz fremd, wie ein Geheimnis in mir. Ein Geheimnis, ein Wunder, das einfach geschieht.“

Weihnachten ist die Geburt Gottes in unserer Welt. Und vielleicht könnte Warten auf Weihnachten auch das heißen: Warten auf Zeichen der Gegenwart Gottes in unserer Welt. Wachsam sein, hellsichtig sein für Gottes liebevolle Anwesenheit in unserem Alltag. Für kleine Zeichen von Frieden, von Gerechtigkeit und einem achtsamen Miteinander. Und die kleinen Spuren der Nähe Gottes pfleglich zu schützen und wachsen zu lassen.

Idee des Tages:

Zünde am Abend eine Kerze an für alles was schön war. Spüre die Wärme und die Kraft, die in all dem steckt- und in dir.

Der Traum der Könige

Foto: privat
Foto: privat

in Autun, in einem kleinen Ort in Frankreich, gibt es eine alte romanische Kirche aus dem 12. Jahrhundert. Auf dem Kapitell, dem oberen Teil einer Säule, ist das Bild von den drei Königen aus dem Morgenland in Stein gehauen. Man sieht da die drei mitsamt ihren Kronen auf einem kostbaren Kissen liegen.

Über die Könige ist eine Decke gebreitet, die mit einer reich verzierten Borte gesäumt ist. Die drei Könige in einem gemeinsamen Bett. Außerdem ist da noch ein Engel zu sehen. Mit der einen Hand zeigt er auf den Stern, mit der anderen Hand streichelt er ganz sanft die Hand des einen Königs. Zwei der Könige haben die Augen geschlossen. Sie schlafen. Der eine aber schlägt die Augen auf, er lächelt. Die Geschichte ist bekannt. Die drei Könige folgen dem Stern, um den neugeborenen König zu finden. Und sie kommen zu Herodes.

„Wo ist der neugeborene König der Juden?“ fragen sie.

Herodes aber fürchtet um seine Macht. Er ist bereit Menschen gegeneinander auszuspielen für seine Interessen. Er benutzt die Weisen aus dem Morgenland um das Kind aus dem Weg zu räumen. „Geht“, sagt er ihnen, „sucht das Kind in Bethlehem. Und wenn ihr es gefunden habt kommt zurück und sagt mir wo ich es finde, damit ich es auch anbete.“ Und in Wahrheit will er den Aufenthaltsort des Kindes nur wissen, um es umzubringen. So sieht es ja oft aus in unserer Welt: Wer sich nicht wehren kann, bleibt auf der Strecke. Was zählt, sind Skrupellosigkeit und Macht. Aber: wir wissen wie es weitergeht. das Verbrechen, das Herodes plant, wird verhindert

Die Weisen finden das Kind. Und dann haben sie einen Traum. Ein Engel erscheint ihnen und sagt: „ Geht nicht zurück zu Herodes. Geht einen anderen Weg in eure Heimat. Geht einen Weg, der wegführt von einem Zusammenleben, in dem es nur auf Macht und Einfluss ankommt, wo die Losung gilt: der Stärkste und Skrupelloseste überlebt, wo Leute ohne Beziehungen keine Chance haben.

Das ist die Szene, die im Bild dargestellt ist.

Der eine König, der vom Engel angerührt wird, hat die Augen geöffnet. Er sieht, worauf es ankommt in einer menschenwürdigen Welt. Nämlich: das Kleine, das Hilflose zu schützen, das bedrohte Kind, den notleidenden Menschen, das verletzliche Wesen, die Pflanzen und alles was lebt. Vielleicht treffen wir ja so jemanden in der Weihnachtszeit: Einen Menschen, einen Engel, der uns so behutsam anrührt und die Augen öffnet, dass wir den Stern sehen, das Licht der Menschenfreundlichkeit Gottes. Und dass wir den Mut bekommen, einen neuen Weg zu gehen.

 

Josef: beste Nebenrolle

Foto: Pixabay
Foto: Pixabay

Ist euch das schon mal aufgefallen? In vielen Krippendarstellungen steht Josef ziemlich am Rand. Oft ist er als alter Mann dargestellt, der mild lächelnd mit einer Laterne im Hintergrund steht. Eigentlich ganz schön ungerecht. Zuerst zum Alter: Maria wird um die 16 Jahre alt gewesen sein, als sie schwanger wurde. Josef mag also 18 oder 20 gewesen sein- von wegen alter Greis! Josef ist ein Mann aus guter Familie. Er ist immerhin Nachkomme des Königs David. Als geschickter Zimmermann hat er vielleicht die Herberge in Bethlehem ganz schnell für eine Geburt hergerichtet. Und offensichtlich war er bei der Geburt dabei- ganz modern, das machen Väter bei uns noch nicht so lange.

Und schließlich rettet er Mutter und Kind durch die Flucht nach Ägypten. In der Bibel aber ist er dann auf einmal verschwunden- nach der Reise nach Jerusalem, auf der der zwölfjährige Jesus verschwand, taucht er nicht mehr auf. Aber die wichtigste Geschichte geschieht eigentlich vor der Geburt Jesu.

Josef ist verlobt mit Maria- verlobt, nicht verheiratet. Und nun ist Maria schwanger und es heißt, das Kind sei von Gott und nicht von ihm.  Eine schwierige Situation für Josef. Und in der Bibel heißt es auch: „er überlegte, Maria heimlich zu verlassen“.

Josef hätte mit Maria Schluss machen können, ihr einen Scheidebrief geben, den gemeinsamen Weg beenden. Aber auch ihm erscheint ein Engel. „Das Kind, das Maria bekommt ist vom heiligen Geist“, sagt er. „Und es wird den Namen Immanuel tragen, das heißt: Gott mit uns“. Und, so erzählt die Bibel: „Als Josef vom Schlaf erwachte, tat er, wie der Engel ihm gesagt hatte und nahm Maria zu sich.“

Solche Josefs- Situationen gibt es ja heute auch. Wenn eine Freundin einem so weh getan hat, dass man das kaum aushält. Wenn ein Freund einen anderen betrügt und hintergeht. Wenn das Vertrauen schlimm verletzt ist. Manchmal will man nur noch gehen, den Kontakt abbrechen. Und in manchen Situationen ist es auch lebensnotwendig, sich zu trennen, eigene Wege zu gehen.

Josef damals konnte bleiben. Vielleicht auch, weil es das Kind gab. Das Kind mit dem Namen „ Gott mit uns“. Es steht für eine gemeinsame Sehnsucht und dafür, dass etwas ganz neues anfangen kann. Wo zerstrittene Menschen es schaffen, sich an die gemeinsame Sehnsucht, eine gemeinsame Hoffnung zu erinnern- dann kann es vielleicht doch weitergehen.

Jesus: Das Licht scheint in der Finsternis

6. Klasse. Kunstunterricht. Es ist Vorweihnachtszeit und das Thema lautet: Malt die Weihnachtsgeschichte

Alle fangen sofort an zu malen: Maria und Josef und das Kind in der Krippe und die Engel und die Hirten und die Könige. Nur Simona malt lange gar nichts. Während die anderen die Krippe, das Kind, Maria und Josef schon fast fertig gemalt haben, sitzt sie immer noch da vor ihren leeren Blatt.

Auf einmal nimmt sie einen breiten Tuschepinsel nimmt und malt das ganze Blatt tiefschwarz an- bis auf einen hellen Fleck in der Mitte und einige weiße Streifen, die von der Mitte aus strahlenförmig über das Blatt gehen. Und diesen hellen Fleck und die weißen Streifen malt sie anschließend mit einem warmen, leuchtenden Gelb- Orange aus. Und alle begreifen sofort: Das ist ihre Weihnachtsgeschichte. Licht in der Finsternis.

Der Evangelist Johannes macht es ganz ähnlich wie Simona. Er erzählt keine ausführliche Geschichte von der Geburt Jesu und den Hirten und den Engeln. Er braucht nur wenige Worte, um seine Weihnachtsbotschaft zu sagen:

Das Licht scheint in der Finsternis.

Mit diesen sechs Worten malt er sozusagen ein ganz einfaches Bild. Finsternis, Dunkel- und mitten darin : Licht. Und man begreift sofort, was er meint. Licht im Dunkel- das ist Weihnachten. Gott selbst ist als Mensch für uns dort geboren, wo die Welt am dunkelsten ist, damit wir dort, wo es am dunkelsten ist, erfahren: Gott ist mit uns. Und es stimmt ja auch: manchmal sieht es auf der Welt ziemlich düster aus. Manchmal tappt man ganz persönlich im Dunkeln oder sieht schwarz, wenn man die Nachrichten einschaltet. Gut, dass die Bibel das so ernst nimmt. Es gibt Finsternis, sagt die Bibel. Und gerade in der Weihnachtszeit mit ihrem Glanz und Glitzern ist sie für manche besonders bitter spürbar.

Aber die Finsternis hat Grenzen.

Die Finsternis hat ´s nicht ergriffen, heißt es bei Johannes. Das heißt auch: Die Finsternis kann dieses Licht nicht verschlucken. Das Licht ist stärker als die Finsternis. Und in aller Dunkelheit, in aller Brüchigkeit des Lebens gibt es Momente, in denen dieses Licht aufleuchtet, wo wir spüren können, dass es mehr gibt als das, was wir erleben, dass unsere Grenzen nicht das Ende aller Möglichkeit bedeuten.

6 kleine Weihnachtsgebete

1. Glaube

Gott, unser Vater, danke, dass Du uns das Leben zum Geschenk gemacht hast, wir zu jeder Zeit an Dich glauben dürfen und Dein Glaube an uns immer da ist, um uns zu stärken.

2. Hoffnung

Fülle unsere Herzen mit Hoffnung und Frieden, damit wir dieses Geschenk in die Welt bringen können.

3. Liebe

Du hast uns zuerst Liebe geschenkt, hilf uns nun diese Liebe zu finden und weiterzugeben.

4. Vergebung

Wir danken Dir, dass Du uns unsere Sünden vergibst. Hilf uns, dass wir auch unseren Mitmenschen vergeben können.

5. Freude

Lass uns so handeln, dass wir damit Freude schenken und die Weihnachtzeit, als die Zeit der Liebe und Gemeinschaft, noch schöner wird.

6. Geschenke

Gott, du hat uns an Weihnachten deinen Sohn in die Welt geschickt und ihn uns somit zum größten Geschenk gemacht. Lass uns daran denken, wenn wir an Weihnachten schenken und beschenkt werden.

Rezept für Zimt- Brownies zum Verschenken

 

sigrid rossmann / pixelio.de
sigrid rossmann / pixelio.de

Zutaten: 

  • 125g Zucker
  • 1 TL Kaffeepulver
  • 150g Haselnüsse gehackt
  • 125g Mehl
  • 2 Tl Zimt
  • 150g Zartbitter-Schokolade, gehackt
  • Außerdem: 135g Butter oder Margarine, weich
  • 2 Eier

 

Zubereitung für die Glasfüllung

Nehmt euch ein schönes Glas, in welches ihr die trockenen Zutaten schichtet. Verziert das Glas anschließend weihnachtlich und hängt einen kleinen Zettel mit der Zubereitung daran. kleiner Rezept- Zettel Um die Brownies zu backen, müssen zuerst die Margarine und die Eier zusammen schaumig gerührt werde. Anschließend wird der Inhalt des Glases mit den trockenen Zutaten hinzugefügt. Nun bei 200 Grad Ober-und Unterhitze für ca. 25 Minuten backen.

Weihnachtsunlust?

Bald ist Weihnachten. Eigentlich sollte es eine besinnliche Zeit sein, in der man sich auf die Geburt Jesu vorbereitet. Doch wie jedes Jahr ist es nur Stress. Was schenke ich meinen Freundinnen in der Klasse, meinen Eltern? Mama und Papa sind vor lauter Stress nur genervt und das macht schlechte Stimmung zu hause. Es ist kalt und nass draußen, man will sich eigentlich nur unter der Bettdecke verkriechen. Was tun gegen diese Weihnachtsunlust?

Zieh dich warm an und geh mit deinen Freundinnen auf den Weihnachtsmarkt, kauft euch einen Crêpe und einen Kinderpunsch und singt gemeinsam die schönsten Weihnachtslieder. Schon bald wirst du merken, wie dich die ganzen Plätzchen, Düfte und Lieder in Weihnachtsstimmung versetzen. Nimm dir einen Nachmittag Zeit, ein paar kleine individuelle Genschenkideen umzusetzen. Freu dich auf deine eigenen Geschenke und das Weihnachtsfest.

P.S: Zum einstimmen auf Weihnachten solltest du dir ein paar Minuten für dich und deinen Glauben nehmen.

 

Foto: Bodo Jacoby/ Pixelio.de
Foto: Bodo Jacoby/ Pixelio.de

Hier ein kleines Gebet von Martin Luther:

Ah, dearest Jesus, holy child,
Make thee a bed, soft, undefiled,
Within my heart, that it may be
A quiet chamber kept for thee.

My heart for very joy doth leap,
My lips no more can silence keep
I too must sing with joyful tongue,
That sweetest ancient song,

Glory to god in highest heaven,
Who unto man His son hath given
While angels sing with pious mirth.
A glad new year to all the earth!

 

Engelbäckerei

So schön die Adventszeit auch ist, sie kann manchmal ganz schön stressig sein. Als kleine Pause haben wir eine kurze Massage für euch vorbereitet. Ihr massiert euch immer abwechselnd zu zweit. Der Text wird zwei Mal vorgelesen, damit jeder einmal drankommt. Am besten klappt es, wenn die einzelnen Schritte mit Pausen vorgelesen werden.

Viel Spaß!

  1. Malt eine große Schüssel auf den Rücken eurer Nachbarin
  2. Gebt Zucker und Vanillezucker hinein
  3. Fügt dann Butter hinzu
  4. Schlagt jetzt noch 2 Eier hinein
  5. Nun müssen die Zutaten vermengt werden
  6. Nachdem alles zu einer homogenen Masse geworden ist, gebt ihr Mehl, Backpulver und Milch dazu
  7. Verknetet nun alles gut miteinander
  8. Rollt den Teig dann aus und stecht die Plätzchen mit den Engelausstechern aus
  9. Legt diese jetzt auf ein Backblech und schiebt sie in den heißen Ofen
  10. Der Wecker muss jetzt auch noch gestellt werden
  11. Wenn die Engel goldbraun sind, können sie auch schon aus dem Ofen geholt und verziert werden
  12. Dafür bestreicht ihr sie mit Zuckerguss und bestreut sie mit bunten Zuckerperlen
  13. Jetzt müssen sie nur noch gegessen werden
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„Ein Engel ist jemand, den Gott uns ins Leben schickt, unerwartet und unverdient,

damit er uns, wenn es ganz dunkel ist, ein paar Sterne anzündet.“

Phil Bosmans

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Maschine Mensch

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Computer, Laptops, Smartphones - wichtige Hilfsmittel in unserem Alltag. Sie speichern Texte und Bilder, suchen Informationen, helfen uns bei alltäglichen Dingen, wie Bankgeschäften oder Kochen und erinnern uns an Termine.

Sie sind Alleskönner.

Auch der Mensch merkt sich viel, arbeitet den ganzen Tag und trägt Verantwortung - nicht nur für sich selbst.

Aber beide sind nicht perfekt.

Wenn es zu viel wird, stürzen sie ab. Manchmal ist der Speicher voll oder die Batterie leer. Besonders in der Adventszeit ist es wichtig einfach mal - wie der Computer nachts - runterzufahren und die „Maschine Mensch“ für ein paar Tage ausgeschaltet zu lassen, damit uns das Smartphone nicht auch noch an Weihnachten erinnern muss.

 

Der folgende Text bezieht sich auf zwei verschiedene Erzählebenen. Daher empfehlen wir, ihn von zwei verschiedenen Personen abwechselnd vorlesen zu lassen.

Heiligabend

Ich stehe in der Kirche und lausche dem Krippenspiel.

Vor dem Fenster fallen die Schneeflocken vom Himmel. Aus der Küche duftet es nach Bratäpfeln. Ich gehe in die Küche und schaue in den Ofen. Dort liegen sie, braun glasierte Äpfel, gefüllt mit Marzipan und Mandeln.

Die Kinder spielen mit viel Freude die Weihnachtsgeschichte nach.

Der kalte Wind bläst mir entgegen, als ich die Tür zum Garten öffne. Ich stapfe hinaus und erfreue mich an dem frisch gefallenen Schnee. Alles um mich herum ist still und der Schnee glitzert in der Sonne. Ich nehme eine Hand voll Schnee und merke, wie meine Finger kälter werden. Es ist Zeit, einen Schneemann zu bauen.

Der Chor begleitet das Krippenspiel mit schönen Weihnachtsliedern.

Eisblumen bilden sich am Fenster. Ich sitze mit meiner Familie zusammen auf dem Sofa und schaue einen Weihnachtsfilm. In einer Hand halte ich Spekulatius, in der anderen eine heiße Tasse Kakao. Unter meiner kuscheligen Decke fühle ich mich wohl und geborgen.

Mit meiner Kerze in der Hand trete ich durch die schwere Kirchentür und schaue hinauf in den sternenbedeckten Nachthimmel. Die brennende Kerze spendet Licht und Wärme für den Heimweg durch Dunkelheit und Kälte.

Es riecht nach Mandeln und heißem Punsch. Ich laufe zwischen den vielen Ständen auf dem Christkindlmarkt hindurch zu meinen Freunden. Auf dem Weg halte ich Ausschau nach ein paar letzten Weihnachtsgeschenken. Ich sehe meine Freunde, wie sie auf der Stelle treten, um sich in der Kälte zu wärmen.

Zuhause stelle ich die Kerze ans Fenster, damit sie für alle scheint, die vorbeikommen. Sie soll ihnen leuchten und den Weihnachtssegen verbreiten.

Der Geruch von frischen Tannennadeln erfüllt das Wohnzimmer. Ich helfe meiner Familie, den Christbaum zu schmücken.

Ich trete ins Wohnzimmer und betrachte zusammen mit meiner Familie den wunderschönen Christbaum. Die Kugeln glänzen im Schein der Kerzen. Ich erinnere mich an die vielen schönen Momente, die ich in der Weihnachtszeit erlebt habe.

Danke Gott für die schöne Zeit, lass mich sie wertschätzen und jede Sekunde davon genießen.

Amen

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Mit der Geburt Jesu Christi war es so ......

Dez24_Bild124. Dezember: Weihnachten, noch schnell die Wohnung putzen, damit es schön ist. Die Weihnachtsgans muss auch noch vorbereitet werden. Hätte ich doch die Geschenke schon gestern eingepackt! Der Weihnachtsbaum ist auch noch nicht fertig geschmückt. Mist, die Lichterkette ist kaputt. Und ein Baum ohne Lichter geht gar nicht. Also noch schnell in die Stadt. Gut, dass die Läden heute wenigsten 3 Stunden offen haben. Da kann ich auch noch schnell ein Geschenk für Tante Beate kaufen, habe ich in der Hektik letzte Woche vergessen. Hoffentlich schaffen wir alles noch rechtzeitig. Was für ein Stress.

 

Ein Weihnachtsbaum ohne Lichter geht gar nicht. Aber geht Weihnachten ohne Besinnung auf die Geburt Jesu?

Es dauert nur 3 Minuten, die Weihnachtsgeschichte im Matthäusevangelium zu lesen. Unterbrich deine Vorbereitungen und nimm dir die Zeit.

Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete - durch das Wirken des Heiligen Geistes. 19Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen.

20Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist.

21Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.

22Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat:

23Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, / einen Sohn wird sie gebären, / und man wird ihm den Namen Immanuel geben, / das heißt übersetzt: Gott ist mit uns.

24Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich.

25Er erkannte sie aber nicht, bis sie ihren Sohn gebar. Und er gab ihm den Namen Jesus. Mt, 1, 18-25

 

In der Kirche hörst du heute dann die Weihnachtsgeschichte nach Lukas.

 

Mit unserem Adventskalender 2017 laden wir Dich ein, Dir täglich ein paar Minuten Zeit zu nehmen. Weihnachten verbinden wir mit der Geburt Jesu. Und ohne ihn hätte Weihnachten nicht die heutige Bedeutung. Deshalb möchten wir Dir Weihnachten in einem ersten Schritt aus theologischer Sicht nahebringen. Eine zweite Sequenz beschäftigt sich mit dem weihnachtlichen Brauchtum, den vielen liebgewonnen Heiligen und den damit verbundenen Bräuchen.

In der Vorbereitungszeit auf Weihnachten, die mehr ist als nur das Warten aufs Christkind, geht der Ruf an uns, Dir die Hintergründe des Advents zu veranschaulichen. Was ist an Weihnachten so besonders, dass es nach über 2000 Jahren immer noch eine so große Rolle im Leben der Christen spielt?

In einem dritten Teil wollen wir Deinen Blick erweitern: Weihnachten auf den „zweiten Blick“: Gestalten der Weihnachtsgeschichte: Gabriel, Maria, Josef, die Könige und natürlich Jesus, das Licht der Welt. Den Abschluss bildet dann eine meditative Einstimmung für die letzten Tage vor Weihnachten. Lasse Dich in den kommenden Wochen täglich von uns mitnehmen, die Adventszeit besinnlich und in aller Stille zu begehen.