01
APR
2017

9d, Betreff: Andorra

Die Schülerinnen der 9. Klassen haben am 13. März das KZ in Dachau im Rahmen des Geschichtsunterrichts besucht. Davor haben sie sich mit Max Frisch’ Andorra im Deutschunterricht befasst, auch in kreativer Form. So schrieb Romy Gardumi aus der 9b einen inneren Monolog zur Judenschau:

“Ich verstehe immer noch nicht, was wir hier tun! Die Wand an die ich mich lehne, ist kalt. Meine Füße frieren, und die Schuhe meiner Nachbarin in meinen Händen, sind schwer wie Blei. Sie ziehen mich regelrecht nach unten, auf den schützenden Boden. Aber ich kann jetzt nicht die Einzige sein, die aufgibt. Die Anderen halten das auch aus, also muss ich es auch tun. Ich will wieder nach Hause, mich wenigstens für eine Sekunde auf den Boden setzen und ausruhen; alleine schon, um meinen bereits tauben Arm von diesem Schmerz zu befreien.

Was machen wir hier? Niemand sagt ein Wort zu mir. Alle schweigen und starren nur geradeaus! Soll ich das auch tun? Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht was ich tun soll! Vielleicht soll ich einfach auf der Stelle stehen bleiben und nach vorne schauen, so wie alle anderen es auch tun; den Schmerz ignorierend.”